4/5 - (14 Bewertungen)

Durchschnittliche Lesedauer: 5 minutes

Ob als Fassade, Fenster oder für den Hausbau – der Baustoff Holz bewährt sich seit Jahrhunderten. Holz ist beständig, robust, variantenreich und individuell einsetzbar. Dies gilt nicht für die Verarbeitung von Holz im Haus, sondern ebenso für die Gestaltungsmöglichkeiten, die Holz für den Außenbereich bietet. Gerade im Freien gibt es vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Als Terrassenbelag, Pergola, Sicht- oder Lärmschutz, Carport, für Spielgeräte, Pflanzentröge oder Sitzmöbel. Holz macht jeden Garten und jede Terrasse einzigartig.

Holz bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten – auch im Freien.
Holz bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten – auch im Freien.

Damit Ihr Projekt gelingt, haben wir einige Tipps zusammengefasst:

1. Ermitteln Sie die Holzfeuchte

Die Erfahrung zeigt, dass sich im Frühjahr und Sommer nach längeren Trockenperioden Holzausgleichsfeuchten um die 10 Prozent und im Winter knapp unter 20-25 Prozent in den Dielen einstellen. Je nach Trockenzustand der Dielen beim Einbau sind entsprechende Abstände zwischen den Dielen zu berücksichtigen.

2. Dimensionieren Sie die Unterkonstruktion ausreichend

Die korrekte Dimensionierung der Unterkonstruktion ist die Voraussetzung, dass die Dielen und Decks dem Quellen und Schwinden über das Jahr hinweg standhalten, ohne hochzugehen.

Auflagepads und Distanzleiten sorgen für eine schöne Optik über Jahre hinweg.
Auflagepads und Distanzleiten sorgen für eine schöne Optik über Jahre hinweg.

Auflagepads und Distanzleisten dienen als konstruktiver Holzschutz und verlängern die Lebensdauer der Terrasse. Die Pads schaffen einen Abstand zwischen Fundament und Unterkonstruktion mit perfekter Schallentkopplung und dienen als Auflagepunkte für die Unterkonstruktion. Die Distanzleisten gewähren eine optimale Unterlüftung der Terrassendielen und verhindern dadurch Staunässe und vorzeitiges Verrotten des Holzes.

 

 

3. Achten Sie auf kurze Auflagerabstände

Kurze Auflagerabstände von 40 bis 60 cm Breite stellen sicher, dass sich das Verwerfen oder Verziehen, bedingt durch das Quell- und Schwindverhalten des Holzes, einzelner Bretter in Grenzen hält und die Fläche eben und stolperfrei bleibt.

4. Vermeiden Sie Staunässe

Ein wasserdurchlässiger Bodenaufbau aus Sandschicht und darüber liegender Kiesschüttung verhindert Staunässe unter den Dielen und Decks. Ebenso sollte Staunässe auf den Dielen, z. B. unter Sonnenschirmständern, Blumentöpfen etc. vermieden werden.

Verhindern Sie Staunässe, indem Sie auf einen wasserdurchlässigen Bodenaufbau sorgen.
Verhindern Sie Staunässe, indem Sie für einen wasserdurchlässigen Bodenaufbau sorgen.

5. Befestigung der Bretter

Versenker mit Tiefenanschlag
Der Spezialist fürs Senken im Terrassenbau! Durch den Tiefenanschlag mit dauerhaft, festeinstellbarer Senkertiefe erzielen Sie ein optisches gleichbeibendes Verschraubungsbild.

Verwenden Sie ausschließlich austenitische Edelstahlschrauben. Jedes Brett ist mit mindestens zwei Edelstahlschrauben, breitere Bretter wie z. B. 145mm sind mit drei Schrauben auf der Unterkonstruktion zu befestigen.

Die Schraubenlänge sollte mindestens die doppelte Dicke der Dielen betragen bzw. ist die Schaftlänge zu beachten: die Schaftlänge muss mindestens der Dielendicke entsprechen, um die Dauerhaftigkeit der Befestigung zu gewährleisten. Schraubenlöcher, insbesondere bei dickeren Dielen, in jedem Fall aber bei Harthölzern, wegen Spalt- und Rissbildung vorbohren. 




Welche Schraube für Ihre Anwendung geeignet ist, finden Sie mit dieser Tabelle einfach heraus:

Eine andere Möglichkeit der Befestigung bieten unsichtbare Terrassenverbinder, die nicht nur optisch ein Vorteile sind, da keine Schraubenköpfe auf den Dielen sichtbar sind. Da diese Verbindungsmittel nicht durch die Dielenoberfläche verschraubt werden, vermeidet man auch jegliche Schieferbildung an der Oberfläche – die perfekte Barfuß-Oberfläche!

Distanzabstandshalter mit Schraube
Distanz-Abstandshalter zum Befestigen von genuteten Terrassendielen ermöglichen die schnelle, einfache und perfekte Verlegung mit einem gleichmäßigen Fugenabstand von 5mm – Zusätzlich wird durch den 9 mm Belüftungsabstand zwischen Terrassendielen und Unterkonstruktion Staunässe verhindert (konstruktiver Holzschutz). Damit ist ein Abtrocknen der Staunässe gewährleistet.

Welche Projekte haben Sie schon erfolgreich umgesetzt? Hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar! Aus der Vielzahl an Holzterrassen-Projekte möchten wir Ihnen ein besonders schönes und gelungenes Projekt vorstellen: Lesen Sie in diesem Beitrag über die „Schwimmenden Gärten“ in Wien.

Weitere Tipps rund um den Bau von Holzterrassen finden Sie in der Broschüre Themenwelt Terrasse.

Weiterführende Informationen zum Terrassenbau lesen Sie auch in diesem Beitrag.

One Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert