Nachhaltiges Bauen

Bauprinzip Nachhaltigkeit: Orientierung für zukunftsfähiges Bauen

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Die Bau- und Immobilienbranche steht an einem Wendepunkt. Klimawandel, Ressourcenknappheit und gesellschaftlicher Wandel fordern ein radikales Umdenken in der Art und Weise, wie wir Gebäude planen, errichten und betreiben. Nachhaltigkeit ist längst nicht mehr nur ein Schlagwort – sie ist zur zentralen Leitlinie geworden, die ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Effizienz und soziale Wirkung miteinander vereint. Welche Herausforderungen das für die Bau- und Immobilienbranche mit sich bringt, und welche Lösungen Würth anbietet, lesen Sie in diesem Beitrag.

Die Herausforderungen sind komplex, aber lösbar

Die Anforderungen an nachhaltiges Bauen sind vielfältig. Von zahlreichen Kunden aus der Bau- und Immobilienbranche wissen wir, dass der Druck zur Veränderung von vielen Seiten zu spüren ist. Dazu gehört:

  • Regulatorischer Druck: Die EU-Taxonomie verlangt klare Nachweise über die Nachhaltigkeit von Investitionen. Wer bauen will, muss dokumentieren können, wie ökologisch und sozial verantwortlich ein Projekt ist.
  • Materialwahl und Lebenszyklusdenken: Baustoffe müssen nicht nur funktional und langlebig sein, sondern auch rückbaubar, recyclingfähig und möglichst CO₂-arm produziert.
  • Digitale Transformation: BIM (Building Information Modeling), digitale Gebäudepässe und transparente Datenstrukturen sind essenziell, um Nachhaltigkeit messbar und steuerbar zu machen.
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Architekt:innen, Bauunternehmen, Produkthersteller:innen und Betreiber:innen müssen enger zusammenarbeiten, um nachhaltige Lösungen ganzheitlich umzusetzen. Eine ideale Möglichkeit für Austausch und Networking bietet die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI), bei der Würth Österreich Mitglied ist.

Impulsgeber für die Branche

Im Oktober 2025 fand die ÖGNI Convention in Wien statt – ein Branchentreffen, das sich dem nachhaltigen Bauen und den damit verbundenen Herausforderungen sowie Neuerungen widmete. Hier kamen Expert:innen, Unternehmen und Entscheidungsträger:innen zusammen, um über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Lösungen zu diskutieren. Hauptaugenmerk liegt bei der jährlich stattfindenden Veranstaltung allerdings auf der Schulung der ÖGNI Auditoren.

Im Bild: Peter Engert, Geschäftsführer der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft

Peter Engert, Geschäftsführer der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft

Am Programm standen Updates zum DGNB-Zertifizierungssystem (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen), das Nachhaltigkeit über alle Lebenszyklusphasen hinweg bewertet und Schulungen für EU-Taxonomy Advisors, die Unternehmen bei der Umsetzung regulatorischer Anforderungen unterstützen.

Die Teilnahme an der ÖGNI Convention ist übrigens für alle registrierten EU-Taxonomy Advisors verpflichtend, die ihre jährliche Fortbildung absolvieren müssen. Wer als Advisor tätig ist oder bleiben möchte, muss teilnehmen, um seine Qualifikation aufrechtzuerhalten.

Wo die Branche konkret gefordert ist: Herausforderungen für Entwickler, Planer und Bauherren

Für Immobilienentwickler, Architekt:innen, Planer:innen und Bauherren bedeutet nachhaltiges Bauen eine tiefgreifende Veränderung ihrer Arbeitsweise. Die Anforderungen reichen weit über klassische Bauvorgaben hinaus:

  • Ganzheitliche Planung: Nachhaltigkeit muss von Anfang an mitgedacht werden – von der Standortwahl über die Materialauswahl bis zur späteren Nutzung und Rückbaubarkeit.
  • Zertifizierungsdruck: Immer mehr Investoren und Nutzer verlangen Gebäude mit (DGNB / ÖGNI) Zertifizierung. Das erfordert Know-how, Dokumentation und strategische Entscheidungen bereits in der Konzeptphase.
  • Kosten-Nutzen-Abwägung: Nachhaltige Lösungen sind nicht immer die günstigsten – jedoch langfristig oft die wirtschaftlichsten. Diese Perspektive muss in der Projektentwicklung verankert sein.
  • Technologische Integration: Digitale Tools wie zum Beispiel BIM, Gebäudepässe oder CO₂-Bilanzen sind essenziell, um Nachhaltigkeit messbar und steuerbar zu machen.
  • Stakeholder-Kommunikation: Nachhaltigkeit betrifft viele Anspruchsgruppen – von Behörden über Investoren bis zu Nutzer:innen. Transparente Kommunikation und partizipative Prozesse sind entscheidend.

Die ÖGNI Convention bot genau hier wertvolle Impulse: Sie zeigte, wie diese Herausforderungen gemeistert werden können – mit klaren Standards und starken Partnern wie Würth Österreich.

Würth als aktiver Mitgestalter: Produkte und Services für nachhaltiges Bauen

Als Aussteller und aktiver Partner der ÖGNI präsentierte Würth auf der Convention konkrete Lösungen für die Praxis. Dabei wurde deutlich: Würth denkt über das Produkt hinaus – und bietet ganzheitliche Services, die Planungs- und Bauprozesse effizienter und nachhaltiger machen.

Im Vordergrund stehen die Effizienzsteigerung auf der Baustelle sowie Systeme, die eine Kosten- und Zeitersparnis während des laufenden Betriebes einer Immobilie garantieren. Den steigenden Anforderungen nach zukunftsfähigen, innovativen und nachhaltigen Lösungen kommt Würth mit Cradle to Cradle-zertifizierten Produkten sowie mit Produkt-Datenblättern zum Nachweis von Umweltaspekten für Gebäudezertifizierungen nach:

  • Modulare Brandschutzsysteme: Sicherheit und Nachhaltigkeit gehen Hand in Hand – Würth bietet Lösungen, die einfach zu installieren und rückbaubar sind.
  • Beratung und Projektbegleitung: Würth unterstützt Architekt:innen und Bauunternehmen mit Know-how, digitalen Tools und Schulungen entlang der gesamten Projektlaufzeit.

Nachhaltigkeit braucht starke Partner:innen

Die ÖGNI Convention hat gezeigt, wie wichtig es ist, Nachhaltigkeit nicht nur zu fordern, sondern aktiv zu gestalten. Würth übernimmt Verantwortung – mit innovativen Produkten, digitalen Services und einem klaren Bekenntnis zur Zusammenarbeit. Denn nur gemeinsam kann die Bau- und Immobilienbranche den Wandel erfolgreich meistern.

Als Aussteller und aktiver Partner der ÖGNI präsentierte Würth auf der ÖGNI Convention konkrete Lösungen für die Praxis.

Würth Vertreter bei der ÖGNI Convention 2025, v.l.n.r.: Alexander Abrandner, Key Account Manager,  Spezialist Michael Jahodinsky und Johannes Stöckl, Verkaufsleiter Industrie und Spezialisten

„Nachhaltiges Bauen ist mehr als ein Trend – es ist zur Verpflichtung geworden,“ weiß Alexander Abrandner (links im Bild), der als Key Account Manager bei Würth vor allem große Bauunternehmen in Österreich betreut.

„Wir möchten aktiv mitgestalten und dazu beitragen, dass die Bauwirtschaft zukunftsfähig bleibt: durch die Beteiligung an der ÖGNI Convention und die Entwicklung nachhaltiger Produkt- und Serviceangebote. Denn echte Nachhaltigkeit entsteht dort, wo Innovation, Partnerschaft und Praxisnähe zusammenkommen,“ fasst Johannes Stöckl, Verkaufsleiter Industrie und Spezialisten bei Würth (rechts im Bild), zusammen.

„Die ÖGNI Convention war ein zentraler Treffpunkt für alle, die den Wandel aktiv mitgestalten wollen und den Austausch mit Expert:innen suchen,“ erklärt Würth Spezialist Michael Jahodinsky, der Bauprojekte begleitet (Bild Mitte).

Weiterführende Informationen:

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