Landesdienstleistungszentrum Salzburg: Das Holz-Hybrid-Projekt in Modulbauweise steht beispielhaft für die Richtung, in die sich modernes Bauen entwickelt. Fotocredit: © Burtscher-Durig ZT GmbH / Landesdienstleistungszentrum Salzburg (LDZ) | klimaaktiv

Trends in der Immobilienbranche: Was Bauen und Sanieren jetzt prägt

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Die Immobilienbranche befindet sich inmitten eines tiefgreifenden Wandels. Steigende Kosten, neue regulatorische Anforderungen, veränderte Marktbedingungen und der Ruf nach mehr Nachhaltigkeit verändern die Art, wie Gebäude geplant, gebaut und saniert werden. Der Immobilientag im Mai 2026 machte erneut deutlich, welche Entwicklungen die Branche derzeit besonders prägen.

Am Messestand von Würth Österreich wurde in vielen Gesprächen klar: Die wirtschaftliche und geopolitische Lage, steigende Kosten, Unsicherheiten in der Finanzierung und eine insgesamt größere Zurückhaltung bei Investitionen haben den Markt deutlich erschwert. Viele Projekte werden heute vorsichtiger bewertet, verschoben oder in ihrer Dimension angepasst. Gleichzeitig wird klar, worauf es in diesem volatilen Umfeld ankommt: auf Verlässlichkeit, partnerschaftliche Zusammenarbeit und echten persönlichen Kontakt.

Trotz aller digitalen Möglichkeiten erleben wir, dass gerade in schwierigen Zeiten der direkte Austausch noch wichtiger wird. Kunden suchen nicht nur Produkte und Lösungen, sondern Orientierung und Vertrauen.

Michael Jahodinsky, Würth Spezialist für Projekte mit Immobilienentwicklern, Planern und Bauherren, über die aktuellen Marktanforderungen

Orientierung soll auch dieser Beitrag geben, in dem wir die wichtigsten Trends sowie aktuellen Herausforderungen und Chancen in der Immobilienbranche zusammengefasst haben:

1. Sanierung wird zum strategischen Zukunftsthema

Einer der wichtigsten Trends ist die wachsende Bedeutung der Sanierung. Viele Projekte richten ihren Fokus heute stärker auf den Bestand als auf den Neubau. Gründe dafür sind unter anderem steigende Anforderungen an Energieeffizienz, Werterhalt, Modernisierung und ein bewussterer Umgang mit Flächen und Ressourcen.

Damit verändert sich auch der Blick auf Immobilien: Nicht immer ist Neubau die wirtschaftlich oder ökologisch beste Lösung. Immer öfter liegt die nachhaltigere Antwort darin, Bestehendes intelligent weiterzuentwickeln und zukunftsfit zu machen.

2. Nachhaltigkeit als konkrete Projektanforderung

Nachhaltigkeit ist längst kein reines Kommunikationsthema mehr, sondern eine konkrete Anforderung in der Projektentwicklung und Umsetzung. Besonders für Immobilienentwickler spielt sie weiterhin eine zentrale Rolle – auch im Zusammenhang mit Finanzierung, Nachweispflichten und regulatorischen Vorgaben.

EPD

Für Planerinnen, Planer und Bauherren bedeutet das: Nachhaltige Lösungen müssen nicht nur geplant, sondern technisch sauber umgesetzt werden. Genau hier braucht es Partner, die Produkte, Beratung, Engineering und Planungsleistungen zusammenbringen. Als ÖGNI-Mitglied und Kennedy Partner von Madaster kann Würth Österreich hierzu nicht nur Beratungs-Expertise anbieten, sondern das entsprechende Produktsortiment, das vielerlei Kriterien für nachhaltiges Bauen erfüllt. Die entsprechenden Nachweise, die vom Institut für Bauen und Umwelt e.V. veröffentlicht werden, sind im Würth Online-Shop und hier einzusehen:

Veröffentlichte EPDs | Institut Bauen und Umwelt e.V.

3. Modulbauweise gewinnt an Bedeutung

Ein weiterer klarer Trend ist die Modulbauweise. Sie bietet Antworten auf mehrere aktuelle Herausforderungen gleichzeitig: Zeitdruck, Fachkräftemangel, hohe Qualitätsanforderungen und Kosteneffizienz. Durch Vorfertigung unter kontrollierten Bedingungen lassen sich Prozesse besser planen, Bauzeiten verkürzen und gleichbleibend hohe Qualitätsstandards sichern.

Damit das funktioniert, muss die Modulbauweise allerdings früh im Projekt mitgedacht werden. Ihr Mehrwert entsteht vor allem dann, wenn sie bereits in der Projektentwicklung und in den organisatorischen Abläufen verankert ist.

4. Holz-Hybrid-Bauweisen zeigen neue Möglichkeiten

Wie innovative Bauweisen in der Praxis funktionieren können, zeigt das Landesdienstleistungszentrum Salzburg. Das Holz-Hybrid-Projekt in Modulbauweise steht beispielhaft für die Richtung, in die sich modernes Bauen entwickelt: ressourcenschonender, präziser und stärker auf intelligente Materialkombinationen ausgerichtet.

Mehr dazu erfahren Sie in diesem Beitrag: Holz-Beton-Verbund: Das Beste zweier Materialien in einer neuen Bauweise vereint – Würth Österreich

Landesdienstleistungszentrum Salzburg: Das Holz-Hybrid-Projekt in Modulbauweise steht beispielhaft für die Richtung, in die sich modernes Bauen entwickelt. Fotocredit: © Burtscher-Durig ZT GmbH / Landesdienstleistungszentrum Salzburg (LDZ) | klimaaktiv
Landesdienstleistungszentrum Salzburg: Das Holz-Hybrid-Projekt in Modulbauweise steht beispielhaft für die Richtung, in die sich modernes Bauen entwickelt. Fotocredit: © Burtscher-Durig ZT GmbH / Landesdienstleistungszentrum Salzburg (LDZ) | klimaaktiv

Bei diesem Projekt kommen FT-Verbinder von Würth zum Einsatz. Gerade bei der Kombination aus Holzskelettbauweise und Holz-Beton-Verbundkonstruktion zeigt sich, wie wichtig leistungsfähige und wirtschaftliche Verbindungslösungen sind. Diese Verbindungslösungen sind ein wesentlicher Bestandteil der konstruktiven Umsetzung und zugleich auch unter Nachhaltigkeitsaspekten relevant.

Zu betonen ist an dieser Stelle, dass eine frühe technische Abstimmung entscheidend ist, um Schnittstellen sauber zu definieren, Montageprozesse zu optimieren und Planungssicherheit zu schaffen.

Würth FT-Verbinder
Würth FT-Verbinder

5. Projektpartner statt Lieferant

Ein weiterer Trend in der Immobilienbranche ist die steigende Bedeutung von integrierter Zusammenarbeit. Projekte werden komplexer, Anforderungen vielfältiger und Zeitfenster enger. Deshalb reicht es immer seltener aus, nur einzelne Produkte bereitzustellen. Gefragt sind Partner, die frühzeitig eingebunden werden, technische Anforderungen verstehen und mit Beratung, Engineering, Produktkompetenz und Serviceleistungen zum Projekterfolg beitragen. Genau darin sieht Michael Jahodinsky, Würth Spezialist für Projekte mit Immobilienentwicklern, Planern und Bauherren, einen wesentlichen Mehrwert:

Porträt Michael Jahodinsky

Für uns ist es daher besonders wichtig, nicht nur als Lieferant, sondern als Projektpartner wahrgenommen zu werden. Unsere Stärke liegt darin, unterschiedliche Kompetenzen zu bündeln – von Beratung und Produktmanagement über Engineering und Planungsleistungen bis hin zum Technikbüro. So können wir Projekte schon sehr früh unterstützen und helfen, technische, wirtschaftliche und nachhaltigkeitsbezogene Anforderungen zusammenzubringen“, beschreibt Michael Jahodinsky das Leistungsspektrum.

Praktisch zeigt sich das etwa bei Lastenberechnungen, bei der Auslegung von Schächten, bei Montagesystemen wie Varifix® oder in der Begleitung von Brandschutzlösungen auf Basis aktueller Rahmenbedingungen und Zulassungen. Auch im Bereich Photovoltaik ist das sehr greifbar: Hier können Würth Spezialisten beispielsweise die Unterkonstruktion planen sowie Schnee- und Windlasten berechnen und bereits frühzeitig eine Material- und Kostenschätzung liefern. Das schafft nicht nur technische Sicherheit, sondern auch eine bessere Kostenplanung im Projekt.

6. Forschung und Entwicklung bleiben Innovationstreiber

Neue Materialien, hybride Konstruktionen, Vorfertigung und steigende Nachhaltigkeitsstandards verändern die Baupraxis laufend. Forschung und Entwicklung gewinnen dadurch weiter an Bedeutung. Sie sind die Grundlage dafür, innovative Bauweisen nicht nur theoretisch zu begleiten, sondern in praxistaugliche Lösungen für die Baustelle zu übersetzen. Es geht darum, Produkte nicht nur leistungsfähig, sondern auch möglichst montagefreundlich, präzise einsetzbar und nachhaltig zu gestalten.

In der Vergangenheit hat Würth viele Erfolgsbeispiele hervorgebracht, so z.B. die Würth ASSY®-Schraube, die Anfang der 1990er-Jahre als innovative Holzbauschraube entwickelt wurde und das Handwerk revolutionierte. Durch ihr spezielles Gewinde und die Bohrspitze ließ sie sich schneller verarbeiten, reduzierte das Spalten des Holzes und machte Vorbohren oft überflüssig. Besonders Zimmereien und Tischlereien erkannten schnell die Vorteile im täglichen Einsatz. Seit ihrer Markteinführung entwickelte Würth die ASSY® Schraube kontinuierlich weiter und optimierte Geometrie, Spitze und Antriebssysteme für noch bessere Stabilität und Verarbeitung. Mit mehreren Generationen wie ASSY® 2.0, 3.0 und 4 wurde sie zu einem festen Bestandteil des modernen Holzbaus und zählt heute zu den bekanntesten Profischrauben im Handwerk.

7. Lieferketten und Resilienz rücken stärker in den Fokus

Auch die Absicherung von Lieferketten ist zu einem wichtigen Trendthema geworden. In einem volatilen Umfeld wird Resilienz zum Wettbewerbsfaktor. Unternehmen müssen Risiken früh erkennen, ihre Lieferanten strukturiert weiterentwickeln und Prozesse so gestalten, dass auch unter schwierigen Rahmenbedingungen möglichst hohe Liefersicherheit gewährleistet bleibt. Für die Immobilien- und Bauwirtschaft ist das deshalb relevant, weil stabile Lieferketten direkte Auswirkungen auf Planbarkeit, Kosten und Termintreue haben. Auf unserer Website haben wir dargestellt, wie Würth Österreich seine Lieferkette überwacht und hinsichtlich ESG-Risiken absichert: Nachhaltigkeit – Würth Österreich

Ausblick

Der Immobilientag machte sichtbar, wie stark sich die Anforderungen an die Branche verändern. Gleichzeitig zeigt sich, dass zukunftsfähige Projekte dort entstehen, wo Innovation nicht nur gedacht, sondern praktisch umsetzbar gemacht wird. Die Spezialistinnen und Spezialisten bei Würth Österreich verstehen sich dabei als Partnerin und Partner, die/der genau diese Verbindung schafft – zwischen technischer Präzision, wirtschaftlicher Machbarkeit und nachhaltiger Entwicklung.

Unsere Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Projektplanungen erreichen Sie unter: engineering@wuerth.at.

Weiterführende Informationen:

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